Kenia: Indigene Gemeinden wehren sich gegen umstrittenes CO₂-Projekt

Maasai im Schutzgebiet Leparua sprechen sich gegen neue Vereinbarungen aus, zu deren Unterzeichnung sie gedrängt werden. © Gemeindeangehöriger aus Leparua

Projekt, zu dessen Kund*innen Nivea, Meta und Netflix zählen, wegen Nötigung gegenüber Indigenen kritisiert: Indigene Gemeinden im Norden Kenias werfen der umstrittenen Naturschutzorganisation Northern Rangelands Trust (NRT) „Tricks und unredliche Machenschaften“ vor. Sie verurteilen NRTs Versuche, das berüchtigte und bereits zum zweiten Mal ausgesetzte Northern Kenya Grassland Carbon Project (NKGCP) wiederzubeleben.

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Lesetipp/IPG-Journal/Côte d’Ivoire: Drogbas Erben – Vom Bürgerkrieg zum Wirtschaftsboom

Die Côte d’Ivoire gilt als Erfolgsmodell. Doch unter der Oberfläche wachsen die Probleme. Am 20. Juni bestreitet Deutschland bei der Fußball-WM in Toronto sein zweites Gruppenspiel – gegen das Team der Éléphants aus der Côte d’Ivoire, auf Deutsch meistens „Elfenbeinküste“ genannt.  Als sich das Land vor 20 Jahren erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifizierte, befand es sich mitten in einem brutalen Bürgerkrieg. Noch aus der Mannschaftskabine heraus rief der damals größte Star des Landes, Didier Drogba, die Konfliktparteien in einer sehr emotionalen Rede zu Friedensverhandlungen auf.

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Senegal: 20 Jahre Haft für einen Koranlehrer – ein Signal gegen die Straflosigkeit sexueller Gewalt in religiösen Einrichtungen

Mit dem Urteil des Gerichts von Diourbel vom 8. Juni 2026 endet ein Strafverfahren, das 2023 in Touba nach Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen einen Koranlehrer eingeleitet worden war. In dem Fall wurden 26 minderjährige Mädchen angehört. Die Ermittlungen, Zeugenaussagen und medizinischen Gutachten führten schließlich zu einer Verurteilung zu 20 Jahren Freiheitsstrafe.

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Libyen: Kameruner in willkürlicher Haft gefangen

Die Human Rights Association fordert die libyschen Behörden auf, die kamerunischen Staatsangehörigen freizulassen, die willkürlich in offiziellen und geheimen Haftzentren des Landes festgehalten werden. Hinter diesem Appell steht erneut die Anklage eines Systems zur Ausbeutung afrikanischer Migranten, das bereits von den Vereinten Nationen dokumentiert wurde.

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Abschiebungen nach Zentralafrika: Washington schickt Gegner des iranischen Regimes nach Bangui

Die Trump-Regierung bereitet die Verlegung von Asylsuchenden in die Zentralafrikanische Republik vor, die nicht in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden können. Unter ihnen befinden sich iranische Regimegegnerinnen, die von der US-Justiz eigentlich unter Schutz gestellt worden waren. Menschenrechtsverteidiger prangern eine beispiellose Entwicklung an.

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Nigeria: Afrikas reichster Mann ist inzwischen „mehr wert“ als die Volkswirtschaften von 33 afrikanischen Staaten

Das Vermögen des Nigerianers Aliko Dangote Aliko Dangote ist auf rund 36,5 Milliarden US-Dollar gestiegen. Damit ist Afrikas reichster Mann wohlhabender als die prognostizierte jährliche Wirtschaftsleistung von 33 afrikanischen Ländern. Der Vergleich basiert auf Schätzungen des Bloomberg Billionaires Index sowie den nominalen BIP-Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2026. Er verdeutlicht das außergewöhnliche Ausmaß des Vermögens, das durch Afrikas größtes privat geführtes Industrieimperium geschaffen wurde.

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Coltan aus der DR Kongo: Wie Ruanda das „Kriegsmineral“ des M23 reinwäscht

Hinter der Militäroffensive, die den Osten der Demokratischen Republik Kongo erschüttert, verbirgt sich ein ebenso entscheidender wirtschaftlicher Kampf. In Rubaya in der Provinz Nord-Kivu befindet sich eines der strategisch wichtigsten Coltan-Vorkommen der Welt, das rund 15 % der weltweiten Tantalproduktion liefert. Dieses Vorkommen ist inzwischen zur finanziellen Lebensader des Konflikts geworden. Laut der Organisation Global Witness gelangt dieses kongolesische Mineral jedoch mit einem ruandischen Herkunftsnachweis auf die Weltmärkte.

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medico: Ebola als politisches Versagen


Das Wiederauftreten von Ebola in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo offenbart nicht nur Schwachstellen in den öffentlichen Gesundheitssystemen, sondern auch die Folgen jahrzehntelanger politischer Entscheidungen auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene. Das Virus mag natürlich sein. Die Bedingungen, die es zu einer wiederkehrenden Krise werden lassen, sind es nicht.

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Südafrika meldet die Abschiebung von 2.745 Ausländern innerhalb einer Woche

Südafrika hat in der Woche nach dem Versprechen von Präsident Cyril Ramaphosa, entschiedener gegen illegale Einwanderung vorzugehen, insgesamt 2.745 Ausländer in ihre Herkunftsländer zurückgeführt. Dies gab der Innenminister des Landes am Sonntag, dem 14. Juni, bekannt, berichtet RFI.

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Folgen deutscher Kolonialgeschichte: Familie Liebl aus Siegen – Abschiebung, weil ein Stempel von Kaiser Wilhelm fehlt?

Die Herzen der Familie Liebl schlagen für zwei Kontinente: Afrika und Deutschland. Der Grund: Ihre Urgroßmutter stammt aus Togo, ihr Urgroßvater aus Deutschland, genauer, aus Straubing. Der deutsche Arzt Dr. Friedrich Liebl heiratete die Togolesin im Jahr 1908 in der Kolonie Togo. Eine Familiengeschichte, die deutsche Behörden nicht anerkennen. Stattdessen pochen sie auf die Gültigkeit damaliger rassistisch-kolonialistisch geprägter Gesetze, die „Mischehen“ um jeden Preis verhindern sollten.

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200 Visa von Afrikanerinnen bereits widerrufen: USA verhindern die Einreise von Frauen kurz vor der Geburt, um die Nutzung des Geburtsortsprinzips zu unterbinden

Die Trump-Regierung, die bereits Maßnahmen zur Einschränkung des Geburtsortsprinzips für in den USA geborene Kinder ergriffen hat, gab am 10. Juni bekannt, dass sie Netzwerke zerschlagen habe, die schwangeren Frauen die Reise in die Vereinigten Staaten ermöglichen, damit ihre Kinder durch die Geburt auf US-amerikanischem Boden die amerikanische Staatsangehörigkeit erhalten, berichtet RFI.

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DR Kongo: Desinformation – die andere Geißel, die die Bekämpfung der Ebola-Epidemie behindert

Angesichts des Virus, das sich weiterhin im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) ausbreitet, stoßen medizinisches Personal und Hilfsorganisationen, die die Bekämpfung der Epidemie organisieren, auf die Feindseligkeit eines Teils der Bevölkerung. Dies erschwert die Überwachung der Krankheit und die Versorgung der Patienten. Ursache dafür ist das Fortbestehen von Gerüchten und Falschinformationen über die Epidemie, berichtet RFI.

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Was ändert sich mit der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS)?

Am 12. Juni 2026 ist das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) in Kraft getreten – mit weitreichenden Änderungen bei den Prozessen im Asyl- und Aufenthaltsrecht. Als größte europäische Asylbehörde hat auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) umfangreiche Anpassungsprozesse eingeführt. Die wichtigsten Regelungen im Überblick:

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