DAS-Afrika-Pressespiegel KW 30/2026: Unter der Oberfläche

Diese Woche im DAS-Pressespiegel: In Sierra Leone findet das 69. ECOWAS-Gipfeltreffen statt, in São Tomé und Príncipe werden die vorläufigen Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen bekannt gegeben, Außenminister Wadephul ist auf seiner dritten Afrikareise in diesem Jahr und in Benin veröffentlichen Forschende die Entdeckung einer lebenden Korallengemeinschaft.

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Gabun: Der Hymnen-Boy

Zum Wochenende mal eine nette Geschichte, die ich vor ein paar Tagen erlebt habe: Wir sitzen in meinem geliebten Hotel-Restaurant Tropicana in Gabuns Hauptstadt Libreville: 2 Franzosen, 1 Italiener und ich. Ein kleiner Junge (6), begleitet von seiner Mama, kommt an unseren Tisch und sagt: „Ich kann alle Nationalhymnen der Welt singen“. Na, ja, die deutsche bestimmt nicht, denke ich mal und schlage vor, er soll doch diese mal singen.

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Trump-Regierung prüft Militärschläge gegen die Terrorgruppe JNIM in Mali, berichten Regierungsvertreter

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump prüft nach Angaben aktueller und ehemaliger US-Beamter militärische Angriffe gegen die Al-Qaida-nahe Terrorgruppe JNIM (Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin) in Mali. Innerhalb der Regierung gibt es jedoch Uneinigkeit über ein solches Vorgehen, berichtet die Washington Post.

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Ein Jahr Stopp des Familiennachzugs – Bilanz der staatlich verordneten Familientrennung

Bild KI-generiert

Vor einem Jahr (24. Juli 2025) wurde der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten für zwei Jahre ausgesetzt. Nur über ein Härtefallverfahren ist es noch möglich, Einzelfälle auf eine Visaerteilung hin prüfen zu lassen. Die Bilanz nach einem Jahr zeigt jedoch, dass diese Regelung leerläuft: Nur zehn Visa wurden erteilt. PRO ASYL fordert die Bundesregierung auf, die Aussetzung des Familiennachzugs zu beenden, die Verfahren zu beschleunigen und das Recht auf Familienleben wirksam zu gewährleisten.  

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Gezielte Hetzkampagne gegen Seawatch

Mit Hilfe von Italien und der EU verschleppt die sogenannte libysche Küstenwache Menschen immer wieder zurück nach Libyen. Foto: Tom Lyon

Aktuell verbreiten rechte Medien einen kurzen Ausschnitt aus einem Frontex-Video und behaupten, er beweise eine Zusammenarbeit von Sea-Watch mit libyschen Milizen oder sogenannten Schleppern. Diese Behauptung ist falsch und verfolgt ein klares Ziel: zivile Seenotrettung zu diskreditieren und ihre weitere Kriminalisierung politisch voranzutreiben. Das Video zeigt wenige Sekunden einer Rettung – ohne den entscheidenden Kontext. Doch was ist wirklich passiert? Seawatch erklärt …

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Lesetipp/tagesschau.de: Wadephul auf viertägiger Reise – „Afrika sollte für uns ein Chancenkontinent sein“

Außenminister Wadephul wirbt im Rahmen seiner Afrika-Reise für mehr Zusammenarbeit. Der Kontinent biete Chancen, aber diese müsse man auch nutzen – denn China sei in der Region bereits jetzt präsent.

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Von Berlin bis Wien: Algerische Mediziner:innen fassen im deutschsprachigen Europa Fuß

Sie lernen Deutsch in Algier, Oran oder Constantine und stellen sich anschließend einem der anspruchsvollsten Anerkennungsverfahren Europas. In Algerien ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte etablieren sich zunehmend in Deutschland und Österreich – zwei Länder, die unter einem akuten Fachkräftemangel im Gesundheitswesen leiden, bei der Qualität ihrer Bewerber jedoch keine Kompromisse eingehen. Ihr Erfolg in diesem anspruchsvollen Umfeld unterstreicht den hohen Stellenwert der öffentlichen und kostenlosen medizinischen Ausbildung in Algerien.

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Kamerun: Längere Abwesenheit von Paul Biya entfacht erneut Debatte über eine mögliche Vakanz des Präsidentenamtes

Der kamerunische Präsident Paul Biya, der am 7. Juni 2026 zu einem privaten Aufenthalt nach Europa gereist war, ist auch mehr als sechs Wochen nach seiner Abreise noch nicht in sein Heimatland zurückgekehrt. Die ungewöhnlich lange Abwesenheit hat einen Teil der Opposition dazu veranlasst, den Verfassungsrat anzurufen, damit dieser prüft, ob eine Vakanz des Präsidentenamtes vorliegt.

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Russland führt unter Schutz Afrikas stillschweigend ein heimliches Geschäft im Wert von jährlich rund 100 Milliarden US-Dollar durch

Um die internationalen Sanktionen zu umgehen, die wegen des Krieges gegen die Ukraine verhängt wurden, lässt Russland immer mehr seiner Schiffe unter afrikanischen Flaggen registrieren.

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