EU: Migrationsabkommen mit Tunesien verschärft Menschenrechtsverletzungen

Rettungseinsatz im Juli 2023. Die Menschen in Seenot waren aus Tunesien geflohen. Foto: Raphael Schumacher/ SOS Humanity

(Brüssel, 16. Juli 2026) – Die Europäische Union (EU) und ihre Mitgliedstaaten sollten Menschenrechtsverletzungen in Tunesien öffentlich verurteilen und die Finanzierung missbräuchlicher Migrationskontrollmaßnahmen einstellen, so 46 Menschenrechts- und Hilfsorganisationen in einer heute veröffentlichten gemeinsamen Erklärung.

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Rastafaris in Afrika kämpfen weiter um Anerkennung

Die kenianische Justiz hat am 15. Juli den Antrag der Rastafari-Gemeinschaft abgelehnt, Cannabis für religiöse Rituale verwenden zu dürfen. Das Urteil macht den widersprüchlichen Status der Rastafaris in Afrika deutlich: Einerseits werden sie teilweise anerkannt, andererseits sind sie vielerorts weiterhin gesellschaftlich und rechtlich marginalisiert, berichtet RFI.

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Kopa, Mekhloufi, Platini, Zidane, Mbappé: Die französische Nationalmannschaft – ein Jahrhundert der Diaspora

Jede Debatte über eine angeblich „nicht französische genug“ besetzte Nationalmannschaft beruht auf demselben Irrtum. Seit ihren Anfängen schöpft die französische Auswahl aus den Kindern von Einwanderern und den französischen Überseegebieten. Gestern waren es die Söhne polnischer Bergleute, heute die Jugendlichen aus Seine-Saint-Denis – die „Bleus“ spiegeln seit Generationen die gesellschaftliche Realität Frankreichs wider.

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Der Fall Kamerun: Schutz der eigenen Bürger – Eine fast vergessene Pflicht

Von *Volker Seitz: Menschenrechte werden nicht mit Sonntagsreden verteidigt, sondern mit Konsequenz und Druck. Botschafter a.D. Volker Seitz schildert, wie er in Kamerun deutsche Frauen aus einer faktischen Entrechtung befreite – gegen den Zeitgeist der konfliktscheuen Diplomatie und gegen die Bequemlichkeit des eigenen Apparats.

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Senegal: Nach Abitur-Pleite: Schüler verprügelt Marabout, der ihm für 50.000 CFA-Franc (ca. 75 Euro) den Prüfungserfolg versprochen hatte :-)

P. B. (17), Schüler der Abschlussklasse des Ndayane-Gymnasiums in Diourbel, hatte auf die Versprechen eines Marabouts vertraut. Für 50.000 CFA-Franc garantierte dieser ihm angeblich das Bestehen des Abiturs – ganz ohne Risiko. Das Ergebnis: Der Schüler fiel durch, der Marabout verschwand. Als P. B. ihn schließlich auf einem Pferdewagen am Stadtrand entdeckte, nahm die Geschichte eine handfeste Wendung.

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Marokko: Gesundheitssystem steht vor den Herausforderungen wiederkehrender Hitzewellen

Marokko hat erneut eine schwere Hitzewelle erlebt, die nahezu das gesamte Staatsgebiet erfasste. In einigen Regionen kletterten die Temperaturen auf fast 50 Grad Celsius. Obwohl die Temperaturen inzwischen wieder etwas gesunken sind, bleibt die Frage, wie lange diese Verschnaufpause anhält. Angesichts des Klimawandels treten Hitzewellen immer häufiger auf – doch das marokkanische Gesundheitssystem ist auf diese Entwicklung weiterhin nur unzureichend vorbereitet, berichtet RFI.

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Lesetipp/FR: Bastian Schweinsteiger spricht von „afrikanischem Fußball“ – und die Gesellschaft stellt die falschen Fragen

Der Ex-Nationalspieler beschrieb vor dem WM-Spiel gegen Côte d’Ivoire einen vermeintlich „wilden“ Fußball. Die Debatte schaut nur auf die Person – nicht auf koloniale Klischees dahinter. Ein Muster zeigt sich.

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AFRIKA-Tagespressespiegel vom 12.Juli 2026

Südafrika: Fußballspieler Jayden Adams mit 25 Jahren überraschend gestorben Der südafrikanische Fußball trauert um WM-Teilnehmer Jayden Adams. Der Mittelfeldspieler der Mamelodi Sundowns und der südafrikanischen Nationalmannschaft ist im Alter von nur 25 Jahren verstorben. Die Todesnachricht wurde vom südafrikanischen Minister für Sport, Kunst und Kultur, Gayton McKenzie, bestätigt.

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Mali: Der Besitz einer Shisha kann künftig bis zu einem Jahr Gefängnis einbringen

Mit einer am 7. Juli 2026 unterzeichneten gemeinsamen Ministerialverordnung verschärft Mali seine Maßnahmen gegen Shishas erheblich. Fast vier Jahre nach dem ersten Verbot nehmen die Behörden nun nicht mehr nur Bars und Händler ins Visier, sondern die gesamte Liefer- und Nutzungskette – von der Einfuhr bis zum bloßen Besitz. Die Null-Toleranz-Politik ist zugleich ein Eingeständnis, dass die bisherigen Verbote die Shisha aus dem Alltag nicht verdrängen konnten.

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„Wir haben keine Nation. Wir haben Stämme.“

Von * Fatimoh Danjuma Bintu aus Lagos. Sie sprach mit Franck Zanu (Foto), einem in den USA lebenden Journalisten, Blogger und Enfant Terrible aus Benin – über Journalismus, Geld, Korruption, Identität und das bis heute unabgeschlossene Kapitel von Sklaverei und Kolonialismus.

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Burkina Faso setzt für größtes Energieprojekt seiner Geschichte im Wert von 300 Millionen US-Dollar auf türkischen Projektentwickler

Burkina Faso setzt bei seinem bislang größten Energieprojekt im Wert von 300 Millionen US-Dollar auf einen türkischen Entwickler. Mit dem Bau des größten Kraftwerks in der Geschichte des Landes will die Regierung ihre Abhängigkeit von importiertem Strom deutlich verringern und die Energieversorgung sowie das Wirtschaftswachstum stärken.

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AFRIKA-Tagespressespiegel vom 10.Juli 2026

Senegal: Verfassungsgericht erklärt Verfassungsreform für ungültig Das senegalesische Verfassungsgericht hat am Donnerstag die von der Nationalversammlung am 29. Juni verabschiedete Verfassungsreform für verfassungswidrig erklärt. Nach Ansicht der Richter verstieß das Verfahren zur Verfassungsänderung unter anderem gegen die Artikel 83 und 102 der Verfassung.

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