Äthiopien: Friedensnobelpreisträger zündelt am Horn von Afrika

Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed träumt schon lange vom Zugang zum Roten Meer. Seit Anfang Oktober beherrschen Meldungen über eine steigende Kriegsgefahr am Horn von Afrika die Schlagzeilen. Im Zentrum steht Äthiopien: Zunächst wurde dem Nachbar Eritrea eine „umfassende Invasion Äthiopiens“ vorgeworfen. Andere Anschuldigungen wie die angebliche Unterstützung Eritreas für bewaffnete Oppositionsgruppen im Land folgten. Fast schon eine „diplomatische Routine“, was dann international folgte: Äthiopien und Eritrea wurden von allen Seiten zu „maximaler Zurückhaltung“ aufgerufen. Dabei wissen alle Akteure, die Afrikanische Union, die UNO, die EU und wer sonst noch alles eine Rolle in der Welt spielen will, um was es geht: Das Binnenland Äthiopien will einen Zugang zum Roten Meer. 2023 schloss Abiy auch nicht aus, dies mittels Gewalt erreichen zu wollen. Konkret geht es um den Hafen Assab, der ganz klar auf eritreischem Territorium liegt und niemals in der Geschichte zu Äthiopien gehört hat – sieht man von jener Zeit ab, als Äthiopien Eritrea völkerrechtswidrig annektiert hatte (1962 – 1991).

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Tödliches Besuchsrecht in Marokko: Wenn das Kind zur letzten Waffe im Elternkonflikt wird

Im Stadtbezirk Hay El-Hassani in Casablanca hat sich eine erschütternde Familientragödie ereignet. Nach ersten Ermittlungsergebnissen soll ein Arzt seine fünfjährige Tochter aus dem vierten Stock eines Wohnhauses geworfen haben. Vorausgegangen war offenbar ein Streit mit seiner Ex-Frau. Der Mann wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen. Die Justiz hat Ermittlungen eingeleitet.

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Sudan: Ein Jahr nach dem Fall von El Fasher – Terror gegen die Zivilbevölkerung dauert an

„Ein Jahr nach dem Völkermord in El Fasher führen die RSF, die für die Massaker verantwortlich sind, einen brutalen Drohnenkrieg gegen die Zivilbevölkerung. Der Terror nimmt kein Ende. Und niemand scheint ihn effektiv stoppen zu wollen! Im Gegenteil, die deutsche Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Hauptlieferanten der tödlichen Drohnen, ist in den vergangenen Wochen noch enger geworden“, kritisiert Sarah Reinke, Leiterin der Menschenrechtsarbeit der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

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Es lebe der Luxus-Tourismus in Ruanda!

Ruanda-Stand auf der ITB Berlin. Foto: ia

Von *Volker Seitz • Das ostafrikanische Ruanda entspricht nicht dem Klischee des hoffnungslosen Kontinents. Es ist ein Binnenstaat – kleiner als Brandenburg und mit 14 Millionen Menschen dicht bevölkert. Und es hat Erfolg, nicht zuletzt dank einer Strategie für Luxustourismus, etwa beim Besuch der Gorillas im Volcanoes-Nationalpark. Die Erlöse kommen auch den einfachen Menschen zugute.

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Migranten zahlten bis zu 500 Millionen Dollar an Schleuser für die Überfahrt nach Europa

Schleuser haben im vergangenen Jahr mit der illegalen Beförderung von Migranten über die Seewege nach Europa bis zu einer halben Milliarde US-Dollar eingenommen. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) und die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch veröffentlicht haben. Nach Schätzungen des UNODC zahlten Migranten im Jahr 2025 insgesamt zwischen 388 und 509 Millionen US-Dollar an Schleuser, um auf dem Seeweg nach Europa zu gelangen.

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Sudan-Krieg greift auf die Zentralafrikanische Republik über: UN warnen vor einem vorzeitigen Abzug der Blauhelmsoldaten

Valentine Rugwabiza spricht während einer Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen über die Lage in der Zentralafrikanischen Republik. (UN-Foto: Eskinder Debebe)

Die Vereinten Nationen haben am Dienstag vor einem verfrühten Abzug ihrer Friedenstruppen aus der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) gewarnt. Hintergrund ist die zunehmende Ausweitung des Krieges im benachbarten Sudan auf das zentralafrikanische Staatsgebiet. Obwohl inzwischen fast 2.000 Kämpfer entwaffnet wurden und der jüngste Wahlzyklus weitgehend abgeschlossen ist, erlebt das Land insbesondere im Osten eine neue Welle tödlicher Gewalt.

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BERLIN: Die nächste Ausgabe des Filmfestivals AFRIKAMERA steht vor der Tür!

09.-15.11.2026: Der diesjährige Fokus REFLECT (im Rahmen der vierjährigen Schwerpunktreihe BELIEVE * CHANGE * REFLECT * CREATE) hat Filme zum Inhalt, die sich einerseits mit den Auswirkungen von Kolonialismus auf das ökologische Gleichgewicht, dem Klimawandel und dem Kampf um Ressourcen, der Ausbeutung der Natur durch skrupellose Bergbauunternehmen und dem White Saviorism von NGOs auseinandersetzen. Andere filmische Beiträge geben lokalen Umweltaktivist*innen eine Stimme und beschwören die mystische Kraft der Natur.

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Marokko: Die ehrgeizigen politischen Pläne von Premierministerin Fatima Ezzahra El Mansouri

Marokkos neue Regierungschefin Fatima Ezzahra El Mansouri hat am Montag, dem 19. Oktober, vor dem Parlament ihre Regierungserklärung abgegeben. In ihrer knapp 40-minütigen Rede stellte die Premierministerin die wichtigsten Schwerpunkte ihres Programms für die kommenden fünf Jahre vor. Wirtschaft, Beschäftigung, Jugendförderung und soziale Gerechtigkeit stehen dabei im Mittelpunkt. Mit ihren ehrgeizigen Vorhaben will El Mansouri auch das Vertrauen einer Bevölkerung zurückgewinnen, die den jüngsten Parlamentswahlen mehrheitlich ferngeblieben war, berichtet RFI.

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Uganda: Ruandischer Oppositioneller nahe Kampala enthauptet aufgefunden

Die ugandische Polizei hat am Montag, dem 19. Oktober 2026, den Tod von Robert Kabera bestätigt, einem ehemaligen ruandischen Soldaten und Oppositionellen. Seine enthauptete Leiche wurde am Wochenende in der Nähe der Hauptstadt Kampala entdeckt. Der frühere Oberfeldwebel und bekannte Sänger der Army Jazz Band, der Musikgruppe der ruandischen Streitkräfte, lebte seit mehreren Jahren als Flüchtling in Uganda, berichtet RFI.

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