Von *Fatima Danjuma Ein über 100 Jahre altes, ehemaliges deutsches Dampfschiff verbindet die Anwohner des Tanganjikasees. Der Aufruf der Autorin: Baut endlich ein neues Schiff, helft den Menschen und erlangt geradezu poetischen ewigen Ruhm! So einfach könnte wirksame deutsche Entwicklungshilfe sein – und obendrein der größte PR-Coup seit Kaiser Wilhelm!
Der Markt für Carbon Credits boomt. Europäer setzen auf Projekte zur CO₂-Kompensation in Afrika. Was bedeuten sie für die Menschen dort? In Sierra Leone hofft der Fischer Robinson vergeblich auf Einnahmen aus einem CO2-Projekt, das ihm seine bisherige Lebensgrundlage genommen hat. In Uganda wurde Dorfbewohner Bamba offenbar von Forest Rangers misshandelt und von dem Land verdrängt, auf dem seine Familie seit Generationen lebt. In Kenia spaltet ein US-amerikanisches Klimaschutzprojekt im Massai-Gebiet die Gemeinschaft zwischen den Älteren, denen Wohlstand versprochen wurde, und einer jüngeren Generation, die um ihre Zukunft und Kultur fürchtet.
Am 28. und 29. Oktober werden 17 afrikanische Staatschefs zum dritten Russland-Afrika-Gipfel in Moskau erwartet. Doch die zunehmenden ukrainischen Drohnenangriffe auf die russische Hauptstadt und wiederholte Flughafenschließungen werfen Fragen zur Sicherheit der hochrangigen Gäste auf.
Bei einer Bestandsaufnahme im Südosten Algeriens wurden unter insgesamt 510 archäologischen und natürlichen Fundstätten 265 Grabmonumente erfasst. Die alten Begräbnisstätten im Tassili n’Ajjer wurden bislang weder ausgegraben noch datiert. Sie erinnern an die Menschen, die vor mehreren Jahrtausenden in der Sahara lebten, als die Wüste noch ein völlig anderes Gesicht hatte.
Weniger als zehn Tage vor der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über eine mögliche Verlängerung des Mandats der UN-Mission MINURSO in der Westsahara verschärfen sich die Spannungen. Ein am Donnerstag, dem 22. Oktober 2026, von den USA vorgelegter Resolutionsentwurf sieht eine grundlegende Neuausrichtung der Mission vor. Washington befürwortet zwar eine Verlängerung ihres Mandats, will ihre Aufgaben jedoch erheblich verändern. Die Unabhängigkeitsbewegung Polisario reagierte umgehend auf die Vorschläge, die sie als gegen sich gerichtet betrachtet, berichtet RFI.
Der Ölpreis hat mit 115 US-Dollar pro Barrel einen historischen Höchststand erreicht. Während die Kraftstoffpreise in Europa und Amerika weiter steigen könnten, bleiben sie in vielen afrikanischen Ländern bislang stabil. Der Grund: Zahlreiche Regierungen subventionieren Benzin und Diesel, um die Verbraucher vor starken Preisschwankungen zu schützen. Doch diese Subventionen könnten die Staatshaushalte zunehmend überfordern. Die Angriffe der Huthi-Rebellen auf saudi-arabische Ölanlagen und die Spannungen mit dem Iran in der Straße von Hormus beeinträchtigen den weltweiten Öltransport erheblich. Deshalb könnten die Rohölpreise in den kommenden Tagen weiter steigen, vermutet RFI.
Diese Woche im DAS-Pressespiegel: In Libyen billigt das Parlament in Bengasi ein Seeabkommen mit der Türkei, im Senegal verhandeln die ECOWAS und AES über einen Kooperationsrahmen und in Angola fand die vierte Ausgabe der Biennale von Luanda statt.
Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed träumt schon lange vom Zugang zum Roten Meer. Seit Anfang Oktober beherrschen Meldungen über eine steigende Kriegsgefahr am Horn von Afrika die Schlagzeilen. Im Zentrum steht Äthiopien: Zunächst wurde dem Nachbar Eritrea eine „umfassende Invasion Äthiopiens“ vorgeworfen. Andere Anschuldigungen wie die angebliche Unterstützung Eritreas für bewaffnete Oppositionsgruppen im Land folgten. Fast schon eine „diplomatische Routine“, was dann international folgte: Äthiopien und Eritrea wurden von allen Seiten zu „maximaler Zurückhaltung“ aufgerufen. Dabei wissen alle Akteure, die Afrikanische Union, die UNO, die EU und wer sonst noch alles eine Rolle in der Welt spielen will, um was es geht: Das Binnenland Äthiopien will einen Zugang zum Roten Meer. 2023 schloss Abiy auch nicht aus, dies mittels Gewalt erreichen zu wollen. Konkret geht es um den Hafen Assab, der ganz klar auf eritreischem Territorium liegt und niemals in der Geschichte zu Äthiopien gehört hat – sieht man von jener Zeit ab, als Äthiopien Eritrea völkerrechtswidrig annektiert hatte (1962 – 1991).
Im Stadtbezirk Hay El-Hassani in Casablanca hat sich eine erschütternde Familientragödie ereignet. Nach ersten Ermittlungsergebnissen soll ein Arzt seine fünfjährige Tochter aus dem vierten Stock eines Wohnhauses geworfen haben. Vorausgegangen war offenbar ein Streit mit seiner Ex-Frau. Der Mann wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen. Die Justiz hat Ermittlungen eingeleitet.
„Ein Jahr nach dem Völkermord in El Fasher führen die RSF, die für die Massaker verantwortlich sind, einen brutalen Drohnenkrieg gegen die Zivilbevölkerung. Der Terror nimmt kein Ende. Und niemand scheint ihn effektiv stoppen zu wollen! Im Gegenteil, die deutsche Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Hauptlieferanten der tödlichen Drohnen, ist in den vergangenen Wochen noch enger geworden“, kritisiert Sarah Reinke, Leiterin der Menschenrechtsarbeit der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Drohnen, Geheimdienstinformationen und bewaffnete Allianzen: die Ukraine versucht, Russland auch in Afrika zu schwächen. Damit wächst die Gefahr, dass die Konflikte in der Sahelzone zunehmend Teil einer internationalen Auseinandersetzung werden.
Von *Volker Seitz • Das ostafrikanische Ruanda entspricht nicht dem Klischee des hoffnungslosen Kontinents. Es ist ein Binnenstaat – kleiner als Brandenburg und mit 14 Millionen Menschen dicht bevölkert. Und es hat Erfolg, nicht zuletzt dank einer Strategie für Luxustourismus, etwa beim Besuch der Gorillas im Volcanoes-Nationalpark. Die Erlöse kommen auch den einfachen Menschen zugute.
Schleuser haben im vergangenen Jahr mit der illegalen Beförderung von Migranten über die Seewege nach Europa bis zu einer halben Milliarde US-Dollar eingenommen. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) und die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Mittwoch veröffentlicht haben. Nach Schätzungen des UNODC zahlten Migranten im Jahr 2025 insgesamt zwischen 388 und 509 Millionen US-Dollar an Schleuser, um auf dem Seeweg nach Europa zu gelangen.
15 Jahre nach der Gefangennahme und Tötung des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 prägt sein politisches Erbe weiterhin die Debatten über die Instabilität Libyens und die Sicherheitslage in der Sahelzone.
In der Mini-Podcast-Serie „Mohammed gegen ICE“ wird der Fall einer Frau erzählt, die seit 30 Jahren in Amerika lebt und arbeitet und nun aber plötzlich abgeschoben wird.
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