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2010 - Ghanas Year of Action |
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04.03.2010 |
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Ein Jahr nach seiner Wahl deklarierte Präsident Atta Mills für Ghana das Jahr 2010 als „Jahr der Aktion“. Ghana steht mit seinem 53 Jahrestag der Unabhängigkeit am 6. März in vorderer Reihe der meisten afrikanischen Länder, für die vor 5o Jahren das Zeitalter der Entkolonialisierung begann. Ghana, unter Führung von Kwame Nkrumah, war das erste Land in Schwarzafrika, das diesen Aufbruch anging und erreichte bis heute über viele bewegte Jahre hinweg einen ansprechenden Platz auf dem Kontinent mit solider Demokratiepraxis, geringer Kriminalität und einer ansprechenden Lebensqualität für das Volk.
Beobachtungen zur Regierung von Präsident Mills zeigen, dass sich der Entwicklungsprozess und seine Politikansätze relativ langsam umsetzen. Er erklärte kürzlich anlässlich der Berufung von fünf neuen Ministern, dass die Regierung in ihrem ersten Jahr in der Lage war, die Wirtschaft trotz der ererbten kritischen Lage wieder zu beleben.
Mit seiner Person sind die guten Beziehungen des Landes mit dem Ausland gesichert. In Kopenhagen zur Klimakonferenz erklärte er die aktive Mitwirkung an Maßnahmen in der Allianz zum Klimawandel und sprach sich für einen neuen Kurs zur nachhaltigen Entwicklung aus. Ghana als „net greenhouse“, sprich Treibhaus mit seinen Forst- und Kohlenstoffkapazitäten muss angestrengt arbeiten an der Reduzierung der Forstdegradation unter einem anhaltenden qualifizierten Forstmanagement..
Kritisch sehen Beobachter die Notwendigkeit, dass die führende Partei der NDC eine klare Strategie benötigt, eine Agenda, sprich roadmap, gerichtet auf die Erhaltung und Erweiterung der Potenziale des Landes.
Das sollte Anlass sein, von deutscher Seite z.B. die wirtschaftlichen Beziehungen zu aktivieren, um an den Entwicklungsvorhaben weiter intensiv mitzuwirken. In Vorbereitung auf ein Investment Forum im März und Juni 2010 hat die GIPC ein Promotion – Programm aufgelegt für 120 Investmentprojekte des Landes.
Darin liegen auch Chancen für deutsche Unternehmen aus Industrie und Gewerbe, auch aus dem Agrarbereich. Verkennen wir nicht die Rolle Ghanas als „Gateway to Western Africa“.
In der Regierungszeit von Präsident Kufuor ist ein breites Netzwerk an Beziehungen zwischen Ghana mit Ländern aller Kontinente entwickelt worden, um Partner und Investoren anzuwerben. Die deutsche Wirtschaft sollte in der gegenwärtigen Periode der Entwicklung Ghanas nicht zurückhaltend sein und gezielt eingehen auf das Programm der Regierung im Sinne der „Action in 2010 for Ghana“.(Dipl.oec. Gerd Eckert) |